zu den bildobjekten

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„Quantensprünge der Tupfen und Ringe“

 

Schlichte Prägnanz beherrscht die Arbeiten der Tutzinger Künstlerin Gukema-Augstein

SZ 10.11.04 – von Barbara Könnecke

 

„Die einfachen Formen haben mich immer zutiefst angesprochen“ sagt Gukema, die auf ihrer steinzeitlichen Spurensuche bereits über den halben Erdball gereist ist. So ist es auch einfachste Formensprache, Kreise, Punkte und in Variation dazu Ringe und Schlingen, die derzeit im Stadtmuseum zu sehen ist. ...

 

Im Kreis geht der Anfang in das Ende über. Er steht somit als Symbol für den unendlichen Kreislauf des Lebens. In der Frühgeschichte war der Kreis den Menschen Orientierungshilfe bei ihrem Versuch, das Leben in Einheit mit dem Kosmos zu begreifen. Natürlich kommt man auch bei Gukemas Kreisen, Ringen und Punktereihenbildern nicht umhin, an Sonne, Mond und Sterne zu denken, an die Laufbahn der Planeten oder manch einer sogar an den Quantensprung, wie es Eva Müller in ihren einführenden Worten bei der Vernissage angeregt hat.

 

Die schlichte Prägnanz von Farbe und Form verhilft zu Konzentration und verleitet zum Innehalten. Gukemas Punkte schreiben – leicht tanzend vor dem beinahe monochromen Hintergrund – Zeilen wie Gedichte.

 

 

„Die Metamorphose von der Fotografie zur Malerei"

 

„Form und Zeichen“: Die Tutzinger Inea Gukema-Augstein zeigt ihre Arbeiten im Dießener Taubenturm“

SZ 2.8.1999 – Beate Bentele

 

„Bei ihren archaischen Urformen, im freien Rhythmus der fliessenden Bewegung aneinander gereiht, steht die Wechselwirkung von Punkt, Kreis und Strich im Mittelpunkt. Sie experimentiert aber auch mit der Wechselwirkung von großflächiger Form und dem umgebenden Raum. ...

Als Fotografin hat sie berühmte archäologische Kultstätten erforscht und vollzog über die fotodokumentarische Ästhetik den Schritt zur Malerei. Im Taubenturm sind die vom Trend abweichenden, sehr eigenwilligen Arbeiten in drei Werkphasen zu besichtigen.“

 

 

Form und Zeichen im Taubenturm

 

Arbeiten aus drei Werkphasen – Von Bildkästen bis zur Leinwand“

Ammersee-Kurier 30./31.7.1999 – (bb)

 

„Sie sind von frappierender Modernität. Trotzdem gehen ihre Ursprünge zurück in die Steinzeit: Bilder, die die Kunst buchstäblich auf den Punkt bringen.

 

Im ersten Stock präsentiert Inea Gukema ihre jüngsten Arbeiten, die in Purismus, Klarheit und Ruhe noch einen Schritt weiter gehen. Ein Objekt steht im deckenden  Hintergrund. Das Prinzip der Form spricht an, nicht das Regelwerk der bewegten Punktebilder. Hier geht es um die Frage, welche Voraussetzungen es braucht, um eine Form lebendig und existent im Raum wahrzunehmen. Hier geht es um die Wechselwirkung der Form im umgebenden Raum. Die Farbe dient dazu, die Aura der Form zu definieren.“

 

Veränderte Wahrnehmung

 

Die Tutzinger Künstlerin Inea Gukema zeigt Bilder und Photographien in der Villa Walberta (Kunst und Museumsverein Starnberger See e.V.)

SZ 27.10.1998 – Regine Sailer

 

„Gukema fordert einen geschärften Blick, den sie mit ruhigen Rhythmen belohnt. Wenn über einer dunkelbraunen koreanischen Prunkanrichte, die in reichen Verzierungen geschnitzt wurde, hellblaue Punktereihen auf dunklerem Blau zu sehen sind, die in ihrer Farbigkeit mit dem Blau des Kachelofens von nebenan harmonieren, dann steht das Interieur in einem anderen Kontext. Alte Ordnungen stoßen auf neue. Die Wahrnehmung wurde verändert.“